HAtemtests  (Wasserstoff-Atemtests)

Prinzipielles: Bei diesen Untersuchungen wird die Konzentration von Wasserstoff (H²) in der Ausatemluft gemessen - diese kann bei Patienten mit Verdauungsstörungen deutlich erhöht sein. Insbesondere dann, wenn bestimmte Nahrungsbestandteile (z.B. Kohlehydrate) aus unterschiedlichsten Gründen im Darm nicht ordentlich verdaut (= zerlegt und resorbiert) werden können, unhealthy erfolgt eine Zersetzung dieser Substanzen durch Darmbakterien und die Bildung von Wasserstoff (H²) im Übermass. Dieser wird zum Teil ausgeatmet und kann mittels H²-Atemtests nachgewiesen werden.

Bei welchen Patienten sind diese Tests nützlich ? Insbesondere Patienten mit immer wiederkehrenden Verdauungssymptomen (wie Blähungen, Durchfällen oder Bauchschmerzen) - speziell nach Genuss von bestimmten Nahrungsprodukten können von derartigen Tests profitieren. Oft ist es erst mit Hilfe dieser H²-Atemtests möglich, die genaue Ursache dieser Beschwerden zu finden (z.B. Laktose-Intoleranz mit Beschwerden nach Genuss von Milch oder Milchprodukten)

Welche Konsequenzen werden aus derartigen Tests gezogen? Nach Durchführung von H²-Atemtests erhalten die Patienten ein diätetisches Beratungsgespräch. Falls auffällige Testergebnisse vorliegen, kann nach sehr gezielter Umstellung der Ernährungsgewohnheiten (= Vermeidung von unverträglichen Nahrungs-Komponenten) bei den meisten Betroffenen ein Verschwinden bzw. eine deutliche Besserung der Symptome erreicht werden. Weiters ist es manchmal notwendig, zusätzliche diagnostische bzw. therapeutische Schritte einzuleiten.

 

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?Allg. Information  ?Lactose-Intoleranz  ?Fructose-Malabsorption  ?Sorbit-Unverträglichkeit

 
Durchführende Ärztin:  Priv. Doz. Dr. Christine Kapral